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Brillenanpassung aufgeklärt: Was passiert da überhaupt?
Die neue Brille ist fertig – und bevor Du sie mit nach Hause nimmst, wird sie noch einmal genau an Dich angepasst.
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20.08.2026
Die neue Brille ist fertig – und bevor Du sie mit nach Hause nimmst, wird sie noch einmal genau an Dich angepasst. Was nach ein paar mysteriösen Handgriffen aussieht, hat großen Einfluss darauf, wie bequem Deine Brille sitzt – und unter Umständen sogar darauf, wie gut Du durch Deine neuen Gläser sehen kannst. Aber was genau macht ein Augenoptiker bei der Brillenanpassung?
Jedes Gesicht ist anders. Nasenform, Ohrenposition, Augenabstand und Gesichtsproportionen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Selbst die beiden Gesichtshälften sind normalerweise nicht vollkommen symmetrisch.
Eine neue Brillenfassung passt deshalb selten direkt aus dem Etui perfekt. Sie muss individuell auf Dich eingestellt werden. Dabei geht es vor allem um zwei Dinge: Tragekomfort und den richtigen Sitz der Brille vor Deinen Augen.
Bei ROTTLER sorgen unsere Augenoptikerinnen und Augenoptiker deshalb mit handwerklichem Feingefühl dafür, dass Deine Brille möglichst angenehm und stabil sitzt.
Unsere Augenoptikerinnen und Augenoptiker schauen sich zunächst genau an, wie die Brille in Deinem Gesicht sitzt. Dabei muss eine Brille übrigens nicht auf beiden Seiten exakt gleich eingestellt sein: Auch unsere Gesichter und die Position unserer Ohren sind nicht vollkommen symmetrisch.
Das Ziel ist immer, dass die Brille sicher sitzt, ohne unangenehme Druckstellen zu verursachen.
1. Nase
Bei Fassungen mit Nasenpads können diese individuell eingestellt werden. Bei Kunststofffassungen ohne separate Nasenpads kommt es unter anderem darauf an, wie der Nasensteg aufliegt und ob die Fassung zur individuellen Nasenform passt.
2. Ohren
Auch die Brillenbügel spielen für den Halt eine entscheidende Rolle. Sie sollten seitlich weder unangenehm am Kopf drücken noch so locker sitzen, dass die Brille bei jeder Bewegung verrutscht. Hinter den Ohren werden die Bügelenden so angepasst, dass sie angenehm anliegen und der Brille Halt geben.
3. Augen
Nun wird die Brille von vorne und von der Seite betrachtet. Sitzt sie gerade? Stehen die Gläser auf der richtigen Höhe? Ist die Fassung zu nah an den Wimpern oder zu weit vom Gesicht entfernt? Und passt die Neigung der Brille?
Eine gute Brillenanpassung hat nicht nur mit Komfort zu tun. Bei der Anfertigung Deiner Brille wird berücksichtigt, an welcher Stelle Deine Augen durch die Gläser schauen. Dafür werden beispielsweise Augenabstand und Durchblickhöhe bestimmt. Bei individuell berechneten Brillengläsern können zusätzlich Faktoren wie der Abstand zwischen Auge und Glas oder die Neigung der Fassung berücksichtigt werden.
Deshalb beginnt eine gute Anpassung im Grunde schon bei der Vermessung. Die Fassung sollte dabei so auf Deinem Gesicht sitzen, wie Du sie später auch tatsächlich tragen wirst.
Besonders bei Gleitsichtgläsern ist das wichtig, da sich unterschiedliche Sehbereiche für Ferne, Zwischenentfernung und Nähe innerhalb des Glases befinden.
Auch der Sitz einer bereits getragenen Brille kann sich mit der Zeit verändern. Durch häufiges Auf- und Absetzen, einen Stoß oder den täglichen Gebrauch kann sich eine Fassung leicht verziehen.
Wenn Deine Brille regelmäßig von der Nase rutscht, Druckstellen verursacht, sichtbar schief sitzt oder sich plötzlich anders anfühlt als gewohnt, solltest du sie anpassen lassen.
Selbst zurechtbiegen solltest Du sie möglichst nicht. Je nach Material und Konstruktion kann eine falsche Bewegung Bügel, Scharniere oder die Fassung beschädigen. Komm lieber in unserer Filiale vorbei und lass Dir die Brille von unseren Experten kostenlos anpassen.
Kann ich meine Brille selbst zurechtbiegen?
Lieber nicht. Je nach Material reagieren Fassungen sehr unterschiedlich auf Druck und Wärme. Bügel, Scharniere, Nasenpads oder sogar die Fassung selbst könnten beschädigt werden. Unsere Augenoptiker wissen genau, wo und wie eine Brille angepasst werden kann, und nutzen dafür das passende Werkzeug.
Wie merke ich, dass meine Brille neu angepasst werden sollte?
Typische Anzeichen sind, wenn die Brille ständig rutscht, hinter den Ohren oder auf der Nase drückt, sichtbar schief sitzt oder sich plötzlich anders anfühlt als gewohnt.
Kann sich eine Brille mit der Zeit verstellen?
Ja. Durch häufiges Auf- und Absetzen, kleine Stöße oder den täglichen Gebrauch kann sich eine Fassung leicht verändern. Eine kurze Nachanpassung kann dann schon einen großen Unterschied machen.
Muss eine Brille auf beiden Seiten exakt gleich eingestellt sein?
Nicht unbedingt. Gesichter sind selten vollkommen symmetrisch und auch die Ohren sitzen häufig nicht exakt auf gleicher Höhe. Entscheidend ist deshalb nicht, ob beide Bügel identisch aussehen, sondern ob die Brille gerade, sicher und angenehm sitzt.
Wie lange dauert eine Brillenanpassung?
Oft sind nur wenige gezielte Handgriffe nötig. Je nachdem, was angepasst werden muss, kann die Dauer aber variieren. Wichtig ist vor allem, dass der Sitz sorgfältig geprüft und individuell auf Dich abgestimmt wird.
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