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Augeninnendruck-messung: Ablauf & Nutzen

Augeninnendruck-messung: Ablauf & Nutzen
Augeninnendruck-messung: Ablauf & Nutzen
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Ein normaler Sehtest zeigt, wie scharf Du siehst – nicht aber, ob Dein Sehnerv langfristig gefährdet ist. Genau hier setzt die Augeninnendruckmessung an.
Über den kostenlosen 3D-Sehtest hinaus gibt es weitere Messungen, um ein umfassenderes Bild deiner Augengesundheit zu erlangen. 

Warum ist der richtige Augeninnendruck wichtig?

Im Auge zirkuliert ständig Flüssigkeit, die den Augapfel von innen stabil hält – vergleichbar mit Luft in einem Ball. Ist der Abfluss dieser Flüssigkeit gestört, kann der Druck im Auge über Jahre ansteigen. Bleibt das unbemerkt, kann der Sehnerv dauerhaft geschädigt werden. Hoher Augeninnendruck begünstigt das sogenannte Glaukom (grüner Star). Besonders tückisch: Dieser Verlust an Nervenfasern verläuft schleichend und bleibt oft über Jahre unbemerkt.

Trotzdem gibt es einige Anzeichen, bei denen sich ein Check lohnt:

  • Blendung im Dunklen
  • Schlechte Sehleistung trotz Brille
  • Kopfschmerzen
  • Augenbrennen
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit

Keines dieser Anzeichen ersetzt eine regelmäßige Kontrolle – gerade weil der Druck selbst nicht spürbar ist, bevor bereits Schäden entstanden sind.


Wie wird die Messung durchgeführt?

In unseren ROTTLER-Sehzentren sowie in vielen unserer Filialen für Augenoptik und Optometrie ist die Augeninnendruckmessung Teil des Individual Sehtests. Finde über unseren Filter beim Filialfinder Filialen in deiner Nähe, die eine Augeninnendruckmessung anbieten.

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Zum Individual Sehtest gehören weitere Analysen des vorderen und hinteren Augenabschnitts, etwa die Prüfung Deiner Tag- und Nachtsehfähigkeit, ein Linsen-Screening sowie Netzhautbilder und ein Sehnerv-Screening. Unsere erfahrenen Optometristen nutzen dafür modernste Messgeräte wie Visionix und EasyScan. 

Bei uns wird der Augeninnendruck berührungslos mit der sogenannten Non-Contact-Tonometrie gemessen. Du setzt Dich einfach vor das Messgerät, stützt Kinn und Stirn auf eine Halterung und fixierst mit dem Auge ein kleines Licht im Gerät. Anschließend gibt das Gerät einen kurzen, gezielten Luftstoß auf Deine Hornhaut ab. Aus der minimalen, sekundenschnellen Verformung der Hornhaut errechnet das Gerät den Augeninnendruck.

Das Ganze dauert nur wenige Sekunden pro Auge und ist schmerzfrei: Es gibt keinen direkten Kontakt mit dem Auge, keine Betäubungstropfen und keine Berührung mit dem Messgerät. Spürbar ist höchstens ein kurzer, leichter Luftzug. Da das Ergebnis von der Dicke Deiner Hornhaut beeinflusst wird, führen wir direkt im Anschluss die Hornhautdickenmessung durch, damit der gemessene Wert korrekt eingeordnet werden kann.

Als normal gilt ein Augeninnendruck zwischen 10 und 21 mmHg, gemessen bei einer durchschnittlichen Hornhautdicke von etwa 540 bis 560 Mikrometern. Weicht die Hornhautdicke davon ab, verfälscht das den gemessenen Wert: Eine dickere Hornhaut lässt den Druck höher erscheinen, als er tatsächlich ist, eine dünnere Hornhaut niedriger. So kann ein gemessener Wert von 25 mmHg bei einer besonders dicken Hornhaut tatsächlich noch unauffällig sein, während ein Wert von 18 mmHg bei einer sehr dünnen Hornhaut bereits ein Warnsignal sein kann.

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Weitere Screenings im Individualsehtest:

Der Augeninnendruck allein ist nur ein Baustein. Das Besondere am Individual Sehtest ist, dass gleich mehrere Analysen zusammenkommen und so ein deutlich umfassenderes Bild Deiner Augengesundheit entsteht, als es ein klassischer Sehtest liefern kann.

Augeninnendruckmessung (Tonometrie)
Erkennt einen erhöhten Druck im Auge frühzeitig – ein zentraler Risikofaktor für das Glaukom.

Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
Ordnet den gemessenen Augeninnendruck korrekt ein, da eine zu dünne oder zu dicke Hornhaut den Wert verfälschen kann.

Wellenfrontmessung
Erfasst neben der reinen Sehstärke auch kleinste optische Unregelmäßigkeiten im Auge, die für Blendempfindlichkeit oder Kontrastprobleme verantwortlich sein können.

Linsen-Screening
Prüft die Transparenz der Augenlinse und kann erste Trübungen sichtbar machen, wie sie beim grauen Star auftreten – oft lange bevor sie das Sehen spürbar beeinträchtigen.

Tag- und Nachtsehfähigkeit
Zeigt, wie gut sich Deine Augen an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen – relevant etwa für sicheres Autofahren in der Dämmerung.

Netzhautbilder
Zeigen den Augenhintergrund im Detail – darauf lassen sich Veränderungen an den kleinen Blutgefäßen sowie Auffälligkeiten erkennen, die auf altersbedingte Netzhautveränderungen hindeuten können.

Screening zentrale Netzhaut
Nimmt gezielt die Makula ins Visier, den Punkt des schärfsten Sehens – wichtig zur frühzeitigen Erkennung altersbedingter Makuladegeneration.

Screening Sehnerv
Erfasst Form und Beschaffenheit des Sehnervs und liefert damit weitere wichtige Hinweise auf ein mögliches Glaukom-Risiko.

Wichtig zu wissen: All diese Analysen sind Screenings. Sie zeigen Auffälligkeiten frühzeitig auf, ersetzen aber keine augenärztliche Diagnose. Bei Bedarf arbeiten wir eng mit Deinem Augenarzt oder einer Augenklinik zusammen.

Wann sollte der Augeninnendruck überprüft werden?

Zur Glaukom-Vorsorge empfehlen wir ab einem Alter von 40 Jahren eine Augenanalyse alle 3 Jahre. Ab 65 Jahren sollte der Rhythmus auf 1 bis 2 Jahre verkürzt werden. Auch junge Menschen können betroffen sein. Ein erhöhter Augeninnendruck ist keine reine Frage des Alters. Auch bei jüngeren Menschen kann er auftreten – etwa durch familiäre Vorbelastung, starke Kurzsichtigkeit, bestimmte Vorerkrankungen oder als Nebenwirkung mancher Medikamente. Wer in der Familie bereits Fälle von Glaukom kennt oder zu einer dieser Risikogruppen zählt, sollte den Augeninnendruck deshalb auch schon vor dem 40. Lebensjahr im Blick behalten.

Was tun bei erhöhtem Augeninnendruck?

Fällt bei der Messung ein erhöhter Wert auf, ist das zunächst kein Grund zur Panik, sondern ein wichtiger Hinweis, dem nachgegangen werden sollte. Als Optometristen stellen wir zwar keine augenärztliche Diagnose, aber wir können je nach Bedarf eine weiterführende Abklärung beim Augenarzt oder in einer Augenklinik empfehlen.

Regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um den Verlauf im Blick zu behalten. Genau hier unterstützen wir Dich – mit wiederkehrenden Augeninnendruckmessungen im Rahmen des Individual Sehtests, begleitend zur augenärztlichen Behandlung.

Die Augeninnendruckmessung erkennt Risiken für den Sehnerv, lange bevor Du selbst etwas davon bemerkst. Komm einfach in einem ROTTLER-Sehzentrum vorbei, wir beraten Dich gerne.

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