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Brillen sind erst seit 200 Jahren in guter Verfassung

23.04.2017

Vom Hilfsmittel der Geschichtsschreiber zum modischen Accessoire - Tag der Brille am 23. April

Irgendwann braucht sie jeder, rein biologisch gesehen: Die Auswirkungen des Alterns machen nicht vor den Augen halt. Probleme mit dem Lesen gibt es für viele Menschen bereits ab dem 40. Lebensjahr, die Alterssichtigkeit (Presbyopie) lässt gerade Kleingedrucktes nur noch schlecht oder gar nicht mehr erkennen. Wenn die Arme zu kurz werden, ist die Brille mit Gläsern in individueller Sehstärke für sie das Mittel der Wahl. Zum „Tag der Brille“ – jährlich am 23. April – gilt es nach mehr als 200 Jahren die Leistungsfähigkeit der Brille heute in den Fokus zu rücken. Denn zwei von drei Menschen sind statistisch gesehen permanente Brillenträger.

Mit den Gesetzmäßigkeiten der Lichtbrechung haben sich schon die Forscher in der Antike beschäftigt, ein Glas zum verbesserten Lesen ist aber erst seit 700 Jahren in der Geschichte bekannt. Mönche in italienischen Klöstern haben die Möglichkeiten der Technik erkannt und sich in ihren Schreibstuben bei der Übersetzung und Verbreitung der Bibel und anderer Texte das Glas zum Sehen zur Hilfe genommen. Brillen in ihrer heutigen „Fassung“ mit gerahmten Gläsern sind erst seit gut 200 Jahren auf dem Markt.

Die Geburtsstätte der Brille soll in den italienischen Glashütten von Murano in Venedig gelegen haben. Hier konnte das passende weiße Glas schon im 13. Jahrhundert hergestellt und verarbeitet werden. Das Wort „Brille“ geht dabei auf den Namen für den hellen Halbedelstein „Beryll“ zurück. Aus diesem Kristall waren die Lesesteine, die über die Buchstaben geführt wurden und so das Lesen unterstützten. Bei den ersten Lesehilfen diente eine Umfassung der Gläser mit Eisen, Holz oder Horn dem Anbringen einer Halterung. Diese wurde zum Lesen vor die Augen gehalten. Schon früh entwickelte sich eine Brille zum Statussymbol, zeugte doch das für die Umfassung verwendete Material vom Reichtum seiner Träger.

Einige Probleme mit der sicheren Fixierung der Brille vor den Augen konnten durch die Erfindung der so genannten Nürnberger Drahtbrille im 18. Jahrhundert gelöst werden: Die eingefassten Gläser wurden über Federn auf der Nase gehalten (als „Nasenquetsche“ verspottet). Erste „Brillen“ dienten übrigens nur zur Korrektur des Sehens bei weitsichtigen Menschen, denen man damit das Lesen im Alter weiter möglich machen wollte.

Im 21. Jahrhundert haben die Möglichkeiten der Technik, aber auch die veränderten Anforderungen an die Augen die Entwicklung der Brille und vor allem der Brillengläser bestimmt. Nahezu alle optischen Fehlsichtigkeiten der Menschen lassen sich heute mit passenden und individuell angefertigten Brillengläsern so korrigieren, dass die Brille für alle Lesegewohnheiten der Menschen eine individuell stimmige Lösung bietet. Kurz- oder Weitsichtigkeit, Verkrümmung der Hornhaut oder anatomisch bedingte Sehfehler lassen sich heute mit entsprechend geschliffenen Brillengläsern ausgleichen.

„Die Brille im 21. Jahrhundert kann aber viel mehr, als nur das Lesen unterstützen“, erklärt Augenoptikermeister Paul Rottler, Geschäftsführer von ROTTLER Brillen + Hörgeräte. Für Autofahrer, Bildschirmarbeiter, Sportler und andere bietet die jeweils passende Brille die perfektische optische Unterstützung. Spezialbrillen verstärken Kontraste und damit das räumliche Sehen und geben vor allem Menschen mit speziellen Erkrankungen der Augen mehr Sicherheit im Alltag.

Die Brille für Autofahrer verhindert störende Reflexionen bei Regen und ungünstigen Lichtverhältnissen und macht das Autofahren sicherer. Die Bildschirmarbeitsplatzbrille ist ein Spezialprodukt, das die genauen Entfernungen zu den Arbeitsbereichen am Schreibtisch berücksichtigt und so vor der schnellen Ermüdung der Augen schützen kann. Sportbrillen bieten nicht nur individuell auf die Sehstärke angepasste Gläser und Fassungen, die robuster sind und zum Sport passen: Sie unterstützen auch die nötige Präzision der sportlichen Betätigung (Beispiel Golfbrille).

Voraussetzung für gutes Sehen mit modernen Brillen ist die Bestimmung der individuellen Sehstärke und Überprüfung der Augen durch den Augenarzt oder Augenoptiker. Mindestens einmal im Jahr sollte jeder Mensch – ob Brillenträger oder nicht – einen professionellen Sehtest machen, der bei vielen Optikern und natürlich auch ROTTLER kostenlos zu bekommen ist. Bei ROTTLER gibt es danach nicht nur die Gewissheit, dass er seine Kunden bei Auffälligkeiten an einen Augenarzt verweist, sondern auch die stets aktuelle Auswahl modischer Brillen für Damen, Herren und Kinder.

Ganz aktuell ist eine neue Regelung im Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) wonach bei Versicherten über 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Sehhilfen besteht. So muss bei ihnen eine Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als 6 Dioptrien oder eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) von mehr als 4 Dioptrien vorliegen.

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